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MODELL "RÖHRENKOLLEKTOR" |
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Theoretische Versuchsanordnung
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Bauplanung, Praxiserfahrungen
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Im Sommer des Jahres 2002 baute ich, wie im März 2002 auf der Wahlkreisversammlung des WK 3 in Heilbronn-Horkheim in der Konzeption vorgestellt, einen Sonnenwachsschmelzer der 3. Generation. Wegen Verzögerungen beim Bau des Wabenkorbes konnten die ersten Schmelzversuche unter Praxisbedingungen erstmals 2003 durchgeführt werden. Für die vollständige Lichtabsorption und maximale Lichtemission für sichtbares und für infrarotes Licht sollte ein schwarzer Hohlraumabsorber in Form eines Röhrenkollektors konstruiert werden, in dem das Licht bei seinen Reflexionen im gesamten Wellen-/ Sprektralbereich Wärmeenergie an die Luft im Sonnenwachsschmelzer abgibt. Der Schmelzvorgang ist nicht direkt von der Temperatur der erhitzten Absorberfläche abhängig, sondern von der Lufttemperatur, die zwischen den Waben zirkuliert. Als Röhrenkollektor bzw. als Hohlraumröhre ohne Hitzestau wurden deshalb vom Konstrukteur mehrschichtige Lochblechschichten unterschiedlichen Lochdurchmessers angeordnet, um den schwarzen Hohlraumkörper zu simulieren und die Luftzirkulation zu gewährleisten. Am 10. Aug. 2003, Außentemperatur 39°C, 13:00 Uhr: Wabenkorb: 95°C, Röhrenkollektorbereich darüber 120°C. Die Temperturdifferenz von über 20°C wurde bei verschiedenen Temperturmessungen schon mehrmals gemessen und war unakzeptabel. Nach Montage weiterer schwarz matt lackierter Lochblechschichten [Auspuffspray 600°C] links und rechts des Wabenkorbes ergab sich eine augeglichenere Temperaturverteilung im gesamten Sonnen-Wachsschmelzer. Am 15. Aug. 2003, Außentemperatur 25°C, 13:00 Uhr:
Wabenkorb: 100°C, Röhrenkollektorbereich darüber 105°C. Die Effektivität hatte sich unter Berücksichtigung der Außentemperatur beträchtlich erhöht. Eine gute Wachsausbeute wurde bei Temperaturen von 80°C aufwärts im Wabenkorb erzielt. Bienenwachs schmilzt in der Regel ab 65°C.
Der stationäre Große Sonnen-Schmelzer der Firma GRAZE, o h n e Dreheinrichtung d.h. Nachjustierung je nach Sonnenstand mit optimaler Wärmeausbeute zwischen 11:00 bis 15:00 Uhr, hatte sich bei mir in den letzten 15 Jahren bewährt; Ausrichtung Süd. Die Montage eines Reflektorspiegels zur Verdoppelung der Sonneneinstrahlung durch die Glasscheibe erforderte eine stabile und tragfähige Bauweise, deshalb wurde die Außenwand aus Ytongsteinen gemauert. Bei allen Großschmelzern mit >15 Zanderwaben und Holzrahmen waren nach 10 Jahren die Böden der Rückwand durchgefault. Dies ist bei dieser neuartigen Konstruktion nicht möglich.
SONNEN-WACHSSCHMELZER Modell Wörsching: Innenmaße: 110 cm x 125 cm. Neigungswinkel der Schmelzfläche 32°; Neigungswinkel der Glasfenster-Abdeckfläche 20°; zwei Konstruktionsebenen. Außenwand gemauert mit 10 cm Ytong Wandstärke; Isolation hinter Wabenkorb und Röhrenkollektor mit ISOVER hinter einer tragenden Multiplexplatte; Seitenisolation mit Alu-kaschierten 30 mm Polyurethan-Platten.
Max. Fassungsvermögen des Wabenkorbes pro Schmelzvorgang: 23 Zanderwaben.
Der Wachstrester wird mittels eines hitzebeständigen Kunststoffgewebes nach jedem Schmelzvorgang aus dem Wabenkorb entfernt; ein Zerkratzen lackierter Teile ist unmöglich! Der Schmelzer könnte zur Demonstration in alle Einzelteile zerlegt werden; für eine Standortverlegung müssten die Außenwände zersägt werden.
Achtung: Stegdoppelplatten als Bedachungsmaterial aus Polycarbonat haben sich wegen der Vergilbungsgefahr nicht bewährt, aus Acrylglas sind sie fast unbezahlbar.
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