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 ZUCHTSTAMM NIGRA
Nigrazucht1
Nigrazucht2
Nigrazucht3
Nigrazucht4
Nigrazucht5

F. KREYENBÜHL - DR. KRAMER - PROF. DR. ZANDER
 

Seit dem Jahre 1921 oder 22 ist dieser Stamm auch in Deutschland bekannt und wird speziell vom Bienenwirtschaftlichen Institut in Erlangen sehr viel gezüchtet und es finden dort die Nigraköniginnen zu dankbaren Preisen guten Absatz. - In der Schweiz sind gegenwärtig zirka ein Dutzend Handelszüchter, welche den Zuchtstoff vom Nigrastamme nehmen und ihre Zuchtprodukte zum Kaufe anbieten. Es ist fast unglaublich, wie viel im Königinnenhandel gemacht wird. Herr Koch in Mauensee, der allerdings einer der ältesten Nigraköniginnenzüchter ist, hat mir einen Auszug aus seinen Büchern zukommen lassen, wonach er seit dem Jahre 1903 bis heute (also 1931) 7778 Königinnen im Inland und 211 ins Ausland, zusammen also 7989 Königinnen verkauft hat.


 

Durch die Reichsfachgruppe Imker - insbesondere durch die Bayerische Landesanstalt für Bienenzucht unter dem seinerzeitigen Leiter Prof. Dr. E. Zander - wurde die Zucht der Nigra erheblich gefördert. Überall in Deutschland entstanden für diesen Zuchtstamm Belegstellen. Bekannt sind vor allem die Belegstellen "Ohrwaschl" der Bayerischen Landesanstalt und die Inselbelegstelle Wangerooge, auf der noch bis 1953 dieser Stamm vertreten war. Das Hauptauslesekriterium für die Nigra war stets die Farbe. Kramer hatte den Satz geprägt:
"Wenn wir auch keine Farbenzucht treiben, so ist halt doch die Farbe das untrüglichste Merkmal der Rasse und ohne Rasse keine Konstanz in der Vererbung."
Die Auslese auf das Merkmal "schwarz" führte sogar soweit, dass wir bei vielen Völkern des Zuchtstammes weit mehr als 50% Drohnen mit schwarzer Haarfarbe finden, obwohl für die Dunkle Biene eher ein braun rassetypisch ist. Dies bestätigen auch noch heute etliche Merkmalsproben aus der Schweiz.


 

Mellifera-Züchter ~ Mellifera-Breeders in Europe